Burnout

Hier noch etwas zu Ihrer Information:

Ein verbreitetes Modell zur Erklärung des Burnout-Syndroms ist das Konzept des Ungleichgewichts zwischen Anforderungen und Ressourcen, kurz ERI von Johannes Siegrist: hier werden die Anforderungen auf einer Seite der Waagschale und die Ressourcen auf der anderen Seite aufgelistet. Meistens wird es dabei schon sehr deutlich wie groß das Ungleichgewicht zwischen beiden Profilen ist.

 

Zwölf Phasen des Burnout-Syndroms nach H. Freudenberger und G. North

  • Drang sich selbst und anderen etwas beweisen zu wollen
  • Extremes Leistungsstreben, um besonders hohe Erwartungen zu erfüllen
  • Überarbeitung mit Vernachlässigung anderer persönlicher Bedürfnisse und sozialer Kontakte
  • Überspielen oder Übergehen der inneren Probleme und Konflikte
  • Zweifel am eigenen Wertesystem und ehemals wichtigen Dingen wie Hobbys und Freunden
  • Verleugnung entstehender Probleme, zunehmende Intoleranz und Geringschätzung Anderer
  • Rückzug und Vermeidung sozialer Kontakte auf ein Minimum
  • Offensichtliche Verhaltensänderungen, fortschreitendes Gefühl der Wertlosigkeit, zunehmende Ängstlichkeit
  • Depersonalisierung durch Kontaktverlust zu sich selbst und zu Anderen, das Leben verläuft zunehmend "mechanistisch"
  • Innerer Leere und verzweifelte Versuche, diese Gefühle durch Überreaktionen zu überspielen (Sexualität, Essgewohnheiten, Alkohol und Drogen)
  • Depression mit Symptomen wie Gleichgültigkeit, Hoffnungslosigkeit, Erschöpfung und Perspektivlosigkeit
  • Erste Selbstmordgedanken als Ausweg aus dieser Situation, akute Gefahr eines mentalen und physischen Zusammenbruchs

 

Was bieten wir an?

Physiologisch ist Burnout eine Stresspathologie und das verlorene Gleichgewicht und die damit einhergehende Unfähigkeit zur Regulation bildet sich darin ab. Die gesunde Stressreaktion ermöglicht Kampf oder Flucht – Reaktionen: Sobald das Hirn etwas als Stress wahrnimmt, versetzt es den Organismus in Reaktionsbereitschaft. Über die sogenannte Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrindenachse (HHNA) wird das vegetative Nervensystem aktiviert, vor allem der Sympathikus, und Cortisol im Körper ausgeschüttet. Puls und Atemfrequenz werden beschleunigt, die Muskeln besser durchblutet, Fett – und Zuckerreserven gehen ins Blut. Vorgänge, die zur Zeit nicht dringlich benötigt werden, werden gehemmt, wie z.B. der Verdauung und der Immunabwehr. Problematisch wird dieser Vorgang, wenn er chronisch wird, der Körper also chronisch unter Stress gesetzt wird – das kann einhergehen mit einer Deregulation der gesamten HHNA – Achse und somit mit einer ungenügenden Regulation zwischen Anspannung und Entspannung.

Es wird vermutet, dass Dauerstress bei einigen Menschen erst zu einer Erhöhung der Cortisolwerte führt, dann jedoch zu einer niedrigeren Reaktivität auf dieser Stressachse durch eine Überlastung der entsprechenden Rezeptoren. Tatsächlich hat Burnout eine große Schnittmenge in seinen Symptomen mit Störungsbildern für die bereits eine Deregulation der HHNA – Achse hat nachgewiesen werden können, so den funktionellen somatischen Syndromen (z.B. Chronic Fatigue Syndrom, Fibromyalgie), den affektiven Störungen, z.B. Depression, und Trauma, neben anderen. Burnout wird dabei mit arbeitsbezogenen Stressoren in Verbindung gebracht, aber nicht nur: der Entstehung der Störung gehen viele Faktoren voraus, innere, äußere und körperliche Stressoren.
(N. Fonberg)

 

Die Erschöpfungsspirale:

Und wo verorten Sie sich auf dieser Spirale?

 

Was die traditionelle chinesische Medizin zu Burnout zu sagen hat

Wenn das Nierenchi (vorgeburtliche Reserveenergie) aufgebraucht ist, hilft nur noch eines: Nichttun, Ausruhen, Kräfte sammeln und ganz langsam wieder Energie aufbauen, alles belastbare wie Elektrosmog, Zigaretten, Alkohol, Kaffee für eine Zeit weglassen, warme Nahrung zu sich nehmen …


Bild eines natürlichen Wasserfallpools in der Nähe von Otivar in der warmen Sonne des Südens
Bild eines weissen Strandes mit Palmen und dem grün-blau schimmenden Mittelmeer in der Nähe des Hafens
Bild eines kleinen Flusses im Dschungel von Costa Rica mit einer Frau auf einer Yoga-Matte, die entspannt Ihre Übungen macht
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